Nachweise statt Produktversprechen
Prüfpfad für Gefahrstoffschrank
Diese Kombination verlangt eine eigene Entscheidung: Bestände und Verantwortlichkeiten wechseln zwischen Schichten, ohne dass die dokumentierte Belegung verloren gehen darf. Für Gefahrstoffschrank wird deshalb die Belegung nach Stoffgruppen, Medienbeständigkeit und Rückhaltebedarf geprüft mit dem Arbeitsergebnis „eine dokumentierte Produktauswahl mit Ausschluss-, Muss- und Kann-Kriterien“ verbunden.
AusgangslageIm Ablauf „schichtübergreifende Bereitstellung, dokumentierte Übergabe und Rückführung in den Lagerbestand“ kann Stoffe, Mengen und mögliche Wechselwirkungen nicht isoliert betrachtet werden. Für das Ziel „richtig auswählen“ beginnt der Prüfpfad bei Bestände und Verantwortlichkeiten wechseln zwischen Schichten, ohne dass die dokumentierte Belegung verloren gehen darf und grenzt anschließend ab, ob Gefahrstoffschrank tatsächlich geeignet ist, unterschiedliche Gefahrstoffe geordnet und zugriffsgeschützt lagern.
Benötigter NachweisFür Gefahrstoffschrank im Einsatzfeld Industrie gilt als belastbarer Mindestnachweis: eine stoffbezogene Belegungsliste mit Rückhalte- und Trennkonzept. Hinzu kommt ein priorisiertes Anforderungsprofil mit Ausschluss-, Muss- und Kann-Kriterien. Erst die Verbindung beider Unterlagen beantwortet die Aufgabe „richtig auswählen“.
EntscheidungsregelDie Entscheidung ist nachvollziehbar, wenn die Belegung nach Stoffgruppen, Medienbeständigkeit und Rückhaltebedarf geprüft, die betriebliche Priorität „robuste Ausstattung, Verantwortlichkeiten und dokumentierte Übergaben“ und das Ergebnis „eine dokumentierte Produktauswahl mit Ausschluss-, Muss- und Kann-Kriterien“ ohne offene Widersprüche dokumentiert sind.
Stop-KriteriumDie Aufgabe „richtig auswählen“ nicht freigeben, wenn Bestände und Verantwortlichkeiten wechseln zwischen Schichten, ohne dass die dokumentierte Belegung verloren gehen darf ungeklärt bleibt oder die Grenze „universelle Schranklösungen sind ohne Stoffprüfung nicht belastbar“ bei Gefahrstoffschrank im vorgesehenen Ablauf nicht eingehalten werden kann.
Betrieblicher AuslöserBestände und Verantwortlichkeiten wechseln zwischen Schichten, ohne dass die dokumentierte Belegung verloren gehen darfIm Ablauf schichtübergreifende Bereitstellung, dokumentierte Übergabe und Rückführung in den Lagerbestand vor Ort bestätigen
ProduktfokusDie Belegung nach Stoffgruppen, Medienbeständigkeit und Rückhaltebedarf geprüfteine stoffbezogene Belegungsliste mit Rückhalte- und Trennkonzept als Nachweis anfordern
EntscheidungszielEine dokumentierte Produktauswahl mit Ausschluss-, Muss- und Kann-Kriterienein priorisiertes Anforderungsprofil mit Ausschluss-, Muss- und Kann-Kriterien vollständig ablegen
FreigabegrenzeUniverselle Schranklösungen sind ohne Stoffprüfung nicht belastbarAbweichung dokumentieren und Auswahl stoppen